Letzten Donnerstag waren Ariella, Kristina und Christina am Toten Meer. Und neeeein diesmal kein typisches Touristending, denn Ella als gebürtige Israelin hat uns alle Insiderplätze gezeigt, die unglaublisch schön und vor allem menschenleer waren (die meiste Zeit jedenfalls, abgesehen von ein paar nackten Menschen, die dachten dass die Menschenleere von Dauer ist. Oder auch nicht? o.O)
Es war ein träger Tag. Im Vergleich zu Jerusalem war es am tiefsten Punkt der Erde nämlich relativ - sagen wir mal, hmmmmmm HEISS. Die meiste Zeit lagen wir auf dem Wasser herum, ja auf dem Wasser, wirklich, tatsächlich, keine Lüge, ich hab das wirklich selber erlebt, ab und dann rannte mal jemand unter schmerzerfüllten Schreien raus um sich in den kalten und vor allem nichtsalzigen Mineralwasserpool zu stürzen und sich Unmengen Salz aus den Augen zu waschen. Zwischendrin gabs bisschen Dosenfutter (Vineleaves - für alle Rumänen, die das lesen: Sarmale aus der Dose;), Thunfisch, Palmherzen und Fladenbrot), Sonne, Musik.
Abgesehen von brennender Haut, salzigen Haaren und einer übermenschlichen Müdigkeit am Ende des Tages, an dem man das angenehme Klina Jerusalems neu zu schätzen lernt, ("Chrissi, wie können die nur in kurzen Hosen herumlaufen, ich FRIERE!" Kristina, salzig, dreckig, kaputt wie ich, Centralbusstation, Bus kommt nicht, Wind weht.) ein wunderschöner entspanner Tag mit den Mädels, hihi.
Sonntag, 26. September 2010
Donnerstag, 23. September 2010
David's Stadt
(Juhu, ein Post mit Bildern)
Ein kleiner Trip in die Altstadt war vor kurzem noch mit drin, in die dort gelegene Davids Stadt. Zu begutachten gibts da Ausgrabungen von der alten Davidsstadt, ziemlich interessant, mit Sicherheit, nur war es ziemlich heiß und Chrissi hat ziemlich geschwitzt (ihh) - darum war das Hauptziel eignetlich der Hiskia-Tunnel.
Kurzer historischer Rückblick: Der 500m lange Tunnel wurde vor ungefähr 1000 (nein, nein, vor viel viel mehr natürlich) Jahren gebaut, um die Gihonquelle von ausserhalb der Stadtmauern ins Innere, in den Siloah-Teich zu leiten - praktisch im Falle von Belagerungen oder Sonstigem.
So, ebendiesen Tunnel sind dann zwei tapfere Volos entlanggewatet, in pechschwarzer Finsternis nur mit mini LEDLampe, in unheimlicher Enge und mit dem Gefühl dass einem die Decke auf den Kopf fällt, während die Füße bereits im kalten, trüben, wadenhohem Wasser zu runzeln beginnen. Platzangst lässt grüßen:)
Ein kleiner Trip in die Altstadt war vor kurzem noch mit drin, in die dort gelegene Davids Stadt. Zu begutachten gibts da Ausgrabungen von der alten Davidsstadt, ziemlich interessant, mit Sicherheit, nur war es ziemlich heiß und Chrissi hat ziemlich geschwitzt (ihh) - darum war das Hauptziel eignetlich der Hiskia-Tunnel.
Kurzer historischer Rückblick: Der 500m lange Tunnel wurde vor ungefähr 1000 (nein, nein, vor viel viel mehr natürlich) Jahren gebaut, um die Gihonquelle von ausserhalb der Stadtmauern ins Innere, in den Siloah-Teich zu leiten - praktisch im Falle von Belagerungen oder Sonstigem.
So, ebendiesen Tunnel sind dann zwei tapfere Volos entlanggewatet, in pechschwarzer Finsternis nur mit mini LEDLampe, in unheimlicher Enge und mit dem Gefühl dass einem die Decke auf den Kopf fällt, während die Füße bereits im kalten, trüben, wadenhohem Wasser zu runzeln beginnen. Platzangst lässt grüßen:)
Montag, 20. September 2010
Chag Sameach allerseits
(Fröhliche Feiertage)
So, nachdem mein Blog als typischer Frauenblog beschimpft wurde (pff), auf dem nicht viel passiert und wenn dann nur nichtssagendes subjektives Geschreibe (pfffffff) - bekommt ihr hier ein(hoffentlich einigermaßen korrektes) Wissenspaket über die Feiertage, die hier gerade so am Start sind :)
Zum einen hat hier letzte Woche am 8. September ein neues Jahr angefangen, nämlich das Jahr 5771 nach jüdischem Kalender. Das Neujahrsfest heißt Rosch HaSchana (erinnert euch das an den "guten Rutsch"? kommt tatsächlich davon, dass ein paar Leute nicht richtig zugehört haben;)), ist das erste der vier wichtigsten (?) kurz aufeinanderfolgenden jüdischen Feste (Jom Kippur, Sukkot, Simcha Torah).
Eines der vielen Kuriositäten dieses Festes ist, dass das neue Jahr nicht wie erwartet mit dem ersten Monat wieder anfängt, sondern, wie in 4.Moses 29,1 beschrieben, mit dem siebten:
Und am ersten Tag des siebten Monats sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Werksarbeit verrichten, denn es ist euer Tag des Hörnerschalls.
Tag des Hörnerschalls, richtig. An diesem Tag/diesen Tagen werden überall in allen Varianten die Schofarhörner geblasen, jede "Blasart" hat ihre eigene Aussage. Zurückzuführen ist dieser Brauch auch auf die Geschichte von Abraham, der statt seinem Sohn Isaak einen Widder opferte - das Blasen des Horns soll Abrahams Vertrauen auf Gott (und somit heute Israels Vertrauen) in Erinnerung rufen.
Gearbeitet wir selbstverständlich auch nicht, schon am Abend davor machen alle Läden dicht und alle Eggedbusse werden abgestellt. Man geht zum Beten in die Synagoge, hauptsächlich in weiß angezogen (rein, heilig), zum Festessen gibt es "Challah", ein schneckenförmiges Shabbatbrot (-> Kreislauf, Jahr fängt immer wieder von vorne an) und es gibt Honig en masse. In Honig wird so ziemlich alles getunkt und gegessen, Äpfel und Datteln vorzugsweise, neben anderen Saisonfrüchten. Honig ist ein Zeichen für ein gutes kommendes Jahr.
Die ersten zehn Tage in dem Neuen Jahr sind sehr heilige Tage, an denen man viel über sein Leben nachdenkt und viel Buße tut (darum auch Bußtage). Die ersten zwei sind Rosch Hashana, das Ende setzt Jom Kippur.
In dieser Zeit, so die jüdische traditionelle Geschichte, hat Gott das Lebensbuch von jedem Einzelnen aufgeschlagen und sieht auf die Taten des vergangenen Jahres. Die zehn Tage über bleibt das Buch geöffnet, bis Gott am Ende von Jom Kippur die Lebensgeschichte eines Jeden für das nächste Jahr aufschreibt.
Jom Kippur, der übrigends gestern bzw vorgestern war, ist der heiligste aller Feiertage, der große Versöhnungstag. An diesem Tag fasten die Juden, das Horn wird geblasen als Zeichen dafür, dass Gott nun sein Urteil über das vergangende Jahr gefällt hat, am Abend gibt es ein Festessen und, wenn man will kann man am Abend bereits mit dem Bau der Laubhütte für Sukkot (Laubhüttenfest) fünf Tage später anfangen.
Für die Juden ist diese Zeit davor keine Feierei im feuchtfröhlichen Sinn, sondern eine Zeit zum Nachdenken, Buße tun, Gebete, Gesang und um mit allen Menschen und Gott wieder ins Reine zu kommen.
Da bei uns nicht allzureligiöse Worker arbeiten, war das Fest/die Feste eher eine lustige als ernste Sache (gut, mit den Chaverim ist es irgendwie auch schwer, tiefreligiöse Feste andächtig zu feiern:P). Den überforderten Workern, die mit "How to celebrate Rosh HaShana"-Zetteln herumstanden ("So, wann essen wir die Äpfel?" "Ich glaube, wir brauchen eine Kerze" "Nein, nein, das ist nur an Shabbat"" "Haben wir Lieder? Müssen wir nicht Lieder singen? Kann jemand ein Lied singen?" "Nein, nein, ich kann nicht singen." " Nicht singen? Was bist du für ein Jude?" "Ach, und warum singst du dann nicht?" "Ich hab doch keine Ahung was man an Rosh HaShana singt" "Da hast dus, du bist hier der eindeutig schlechtere Jude.." "Lasst mal endlich essen hier, ich hab Hunger...." etc etc) wurde letztendlich durch einem Chaverim, der erstens mal singen konnte und es auch unheimlich lange (-.-) und gerne tut, und der zweitens mal von zu Hause über die Riten bescheid wusste, geholfen :>
Auch wenn ich nicht die enthusiastische religiöse Seite des Fests in der Synagoge oder in der Altstadt miterlebt habe weil ich gearbeitet, hatten wir doch einige andächtige Momente, die zwar durch Essenklauattacken unterbrochen wurden, aber sie waren da, und sie waren schön :)
So, nachdem mein Blog als typischer Frauenblog beschimpft wurde (pff), auf dem nicht viel passiert und wenn dann nur nichtssagendes subjektives Geschreibe (pfffffff) - bekommt ihr hier ein
Zum einen hat hier letzte Woche am 8. September ein neues Jahr angefangen, nämlich das Jahr 5771 nach jüdischem Kalender. Das Neujahrsfest heißt Rosch HaSchana (erinnert euch das an den "guten Rutsch"? kommt tatsächlich davon, dass ein paar Leute nicht richtig zugehört haben;)), ist das erste der vier wichtigsten (?) kurz aufeinanderfolgenden jüdischen Feste (Jom Kippur, Sukkot, Simcha Torah).
Eines der vielen Kuriositäten dieses Festes ist, dass das neue Jahr nicht wie erwartet mit dem ersten Monat wieder anfängt, sondern, wie in 4.Moses 29,1 beschrieben, mit dem siebten:
Und am ersten Tag des siebten Monats sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Werksarbeit verrichten, denn es ist euer Tag des Hörnerschalls.
Tag des Hörnerschalls, richtig. An diesem Tag/diesen Tagen werden überall in allen Varianten die Schofarhörner geblasen, jede "Blasart" hat ihre eigene Aussage. Zurückzuführen ist dieser Brauch auch auf die Geschichte von Abraham, der statt seinem Sohn Isaak einen Widder opferte - das Blasen des Horns soll Abrahams Vertrauen auf Gott (und somit heute Israels Vertrauen) in Erinnerung rufen.
Gearbeitet wir selbstverständlich auch nicht, schon am Abend davor machen alle Läden dicht und alle Eggedbusse werden abgestellt. Man geht zum Beten in die Synagoge, hauptsächlich in weiß angezogen (rein, heilig), zum Festessen gibt es "Challah", ein schneckenförmiges Shabbatbrot (-> Kreislauf, Jahr fängt immer wieder von vorne an) und es gibt Honig en masse. In Honig wird so ziemlich alles getunkt und gegessen, Äpfel und Datteln vorzugsweise, neben anderen Saisonfrüchten. Honig ist ein Zeichen für ein gutes kommendes Jahr.
Die ersten zehn Tage in dem Neuen Jahr sind sehr heilige Tage, an denen man viel über sein Leben nachdenkt und viel Buße tut (darum auch Bußtage). Die ersten zwei sind Rosch Hashana, das Ende setzt Jom Kippur.
In dieser Zeit, so die jüdische traditionelle Geschichte, hat Gott das Lebensbuch von jedem Einzelnen aufgeschlagen und sieht auf die Taten des vergangenen Jahres. Die zehn Tage über bleibt das Buch geöffnet, bis Gott am Ende von Jom Kippur die Lebensgeschichte eines Jeden für das nächste Jahr aufschreibt.
Jom Kippur, der übrigends gestern bzw vorgestern war, ist der heiligste aller Feiertage, der große Versöhnungstag. An diesem Tag fasten die Juden, das Horn wird geblasen als Zeichen dafür, dass Gott nun sein Urteil über das vergangende Jahr gefällt hat, am Abend gibt es ein Festessen und, wenn man will kann man am Abend bereits mit dem Bau der Laubhütte für Sukkot (Laubhüttenfest) fünf Tage später anfangen.
Für die Juden ist diese Zeit davor keine Feierei im feuchtfröhlichen Sinn, sondern eine Zeit zum Nachdenken, Buße tun, Gebete, Gesang und um mit allen Menschen und Gott wieder ins Reine zu kommen.
Da bei uns nicht allzureligiöse Worker arbeiten, war das Fest/die Feste eher eine lustige als ernste Sache (gut, mit den Chaverim ist es irgendwie auch schwer, tiefreligiöse Feste andächtig zu feiern:P). Den überforderten Workern, die mit "How to celebrate Rosh HaShana"-Zetteln herumstanden ("So, wann essen wir die Äpfel?" "Ich glaube, wir brauchen eine Kerze" "Nein, nein, das ist nur an Shabbat"" "Haben wir Lieder? Müssen wir nicht Lieder singen? Kann jemand ein Lied singen?" "Nein, nein, ich kann nicht singen." " Nicht singen? Was bist du für ein Jude?" "Ach, und warum singst du dann nicht?" "Ich hab doch keine Ahung was man an Rosh HaShana singt" "Da hast dus, du bist hier der eindeutig schlechtere Jude.." "Lasst mal endlich essen hier, ich hab Hunger...." etc etc) wurde letztendlich durch einem Chaverim, der erstens mal singen konnte und es auch unheimlich lange (-.-) und gerne tut, und der zweitens mal von zu Hause über die Riten bescheid wusste, geholfen :>
Auch wenn ich nicht die enthusiastische religiöse Seite des Fests in der Synagoge oder in der Altstadt miterlebt habe weil ich gearbeitet, hatten wir doch einige andächtige Momente, die zwar durch Essenklauattacken unterbrochen wurden, aber sie waren da, und sie waren schön :)
Dienstag, 14. September 2010
Wochenendseminar am See Genezareth
Vom 27.08 bis zum 29.08 war das - ratet mal - Wochenendseminar am See Genezareth. Residiert wurde in Karei Deshe (hebr. Wiese), ein Anwesen, das seinem Namen alle Ehre macht. Eine großzügige weiße Anlage, umgeben von (nicht vertrockneten) Palmen und einer saftig grünen Wiese drum herum sowie ein kleines Stückchen See-Genezareth-Strand und unheimlich gutes Essen (Volos sind leicht zu beeindrucken, ich weiß, aber es war wirklich unheimlich gut;) )
Wenn wir nicht gerade gebadet oder unter Palmen geschlafen haben, waren wir unterwegs, um die Orte aufzusuchen, an denen Jesus damals unterwegs war, Wunder getan, gegessen oder geschlafen hat.
Da war zum Beispiel die Brotteilungskirche in Tabgah, Capernaum, der Berg der Seligpreisungen mit der riesigen architektonisch einfach umwerfenden katholischen Kirche/Palast/Ausbildungszentrum für katholische Pfarrer, eine Boottour auf dem See, auf dem wir dann unsere Andacht gehalten haben... war ziemlich beeindruckend, mal die Gegend zu sehen und sich die ganzen Geschichten über/von Jesus vor Ort vorstellen zukönnen.
Wenn wir nicht gerade gebadet oder unter Palmen geschlafen haben, waren wir unterwegs, um die Orte aufzusuchen, an denen Jesus damals unterwegs war, Wunder getan, gegessen oder geschlafen hat.
Da war zum Beispiel die Brotteilungskirche in Tabgah, Capernaum, der Berg der Seligpreisungen mit der riesigen architektonisch einfach umwerfenden katholischen Kirche/Palast/Ausbildungszentrum für katholische Pfarrer, eine Boottour auf dem See, auf dem wir dann unsere Andacht gehalten haben... war ziemlich beeindruckend, mal die Gegend zu sehen und sich die ganzen Geschichten über/von Jesus vor Ort vorstellen zukönnen.
Freitag, 3. September 2010
Hit the Road, Jack
Warum diese eintönigen sechs Stunden einen Extrablogartikel bekommen, liegt daran dass sie irgendwie doch ziemlich cool waren. In der Kürze liegt die Würze, darum:
Dinge, die wir auf den 20 km Highway Richtung See Genezareth getan/erlebt/gesehen haben:
Dinge, die wir auf den 20 km Highway Richtung See Genezareth getan/erlebt/gesehen haben:
- gefrühstückt (Hummos mit Brot abwechslungsreicherweise)
- Murmeltiere gesehen
- Datteln vom Boden gesammelt und gegessen
- Mangos gepflückt und gegessen
- Kaktusfeigen gepflückt und mit schmerzenden Fingern gegessen
- überteuertes Wasser und ein Eis aus einem Kiosk in der Pampa gekauft
- Ein salziges Schokocrepes gegessen (keine Ahung wie jemand auf die Idee kommt, irgendwo im nirgendwo ein Crepesstand aufzumachen)
- am Jordan gesessen (er ist wirklich schmutzig)
- gesungen und viel über Pfadfinder gelernt ;)
- halb verhungert, verdurstet, verendet und Blasen gekriegt
Yehudia
Es liegt nicht in meiner Art, lange Berichte zu schreiben, was zum einen auf mein Kurzzeitgedächnis und zum anderen auf meine Demotivation nicht vorhandene Zeit zurückzuführen ist. Große Ausnahme heute, weil ich früher aus der Schicht gehen durfte und ich dem Werhatdenausführlichstenbloggruppenzwang unterlegen bin (Schande über mein Haupt). Kurztextleser also bitte hier die Seite wegklicken - oder die Bilder anschauen;)
Letzten Donnerstag, um acht Uhr morgens, sind wir (das sind: Aaron, David, Eduard, Kyrill und meine Wenigkeit) losgefahren, mit dem Eggedbus zur Centralbusstation und von dort an den See Genezareth und von dort mit dem Taxi ins Wadi Yehudia. Für alle, die es nicht wissen, ein Wadi ist ein ausgetrocknetes Flussbett, es gibt ungefähr tausend davon in Israel (plus minus Übertreibung) und die meisten sind Nationalparks, also man kann quasi nicht verlorgen gehen weil Ranger und andere Pfadfinder für Recht und Ordnung sorgen. Trotzdem Natur pur und so.
Also unsere 4-Mann-und-ich-starke Gruppe marschiert los - Chrissi muss sich am Kiosk natürlich erst mal mit Wasser und Kopfbedeckung versorgen, ich meine daran denkt ja auch niemand, wenn man in der Sonne wandern geht - es geht erst mal irrtümlich über einen Maschendrahtzaun in ausdrücklich verboten und abgesperrtes Gebiet - aber schneller als gedacht waren wir wieder auf dem richtigen, mit grünen Pfeilen ausgeschilderten Weg.
Zuerst durch hellbeigegelbe, stachelige, ausgedörrte Landschaft, dann ein Abstieg in den Wadi und dann eine erste Pause an einem kleinen Pool, wunderschön mit Wasserfall und kleinen und großen Fischen und Felsvorsprüngen - hat richtig eingeladen, reinzuspringen. Richtig gesprungen ist aber nur Kyrill muss man fairerweise dazu sagen, alle anderen haben sichweicheimäßig vernünftig und vorsichtig auf den glitschigen Steinen vorangetastet, bis man schwimmen konnte. Als wir von schmerzhaften Steinen und füßeanknabbernden Fischen genug hatten, haben wir gegessen und zwar Brot mit Hummos und Trauben. Die meisten 1/3 derTrauben haben wir an die Fische verfüttert (hat jemand schon mal traubenessende Fische gesehen?) und mit unserem Picknickplastiggeschirr haben wir einem gefundenen Krebs Tischmanieren beigebracht (er wollte aber immer nur das Messer halten, ich glaube David hat ihm wehgetan).
Nach allgemeiner Erheiterung über den Krebs nahm die Reise ihren weiteren Lauf, über Steine, Stöcke, durch Bambuswälder und durch, über und neben dem Fluss entlang - Ende im Gelände war dann an einem Felsvorsprung, an dem es so schätzungsweise tausend Meter in die Tiefe ging (plus minus Übertreibung), ganz klassisch mit Wasserfall und unter uns brodelnder weisser Schaum und der ganze Schnickschnack. Rucksack, einigermaßen wertvolle Sachen alles in einen wasserdichten Sack gepackt und runtergeklettert, sich in den kleinen See fallen lassen und durchgeschwommen ans andere Ufer. Sachen wieder ausgepackt ("Ahh, das ist feucht! Der Sack ist wohl doch nicht ganz dicht..." "Natürlich ist der Sack dicht ich hab ihn nur nicht richtig zugemacht" - mhm klar) kurze Pause um den Ausblick zu geniesen und weiter gewandert. Ungefähr da ist mir heiß geworden, weil wir irgendwann erstens mal bergauf wandern mussten und zweitens mal aus dem Schatten des Wadis wieder in die heiße Israelsonne mussten. Meine Erinnerungen an das letzte Stück sind auch merkwürdig blass ich kann mich nur ganz schwach an einen Wanderstock erinnern, der mit viel Liebe aufgesammelt wurde und unehrenhafterweise wieder irgendwo im Tal verschwunden ist. [...]
Nun denn, wir waren wieder an der Anfangsstation, da wo man Eintrittskarten kauft und woher Chrissi das seltsame orangene Tuch und die Wasserversorgung hat und wo unsere Wertsachen eingesperrt waren. So ungefähr eine Stunde war nichts mehr mit uns anzufangen, jeder sammelte irgendwo am Boden oder auf Bänken ausgebreitet neue Energien, mit denen wir später wieder mehr oder weniger frisch und fröhlich entlang des Highway 87 dem Sonnenuntergang entgegenwanderten.
Als es dunkel wurde, bogen wir ab hinein in die stachelige dunkle Pampa. Es war stachelig und dunkel und es gab gelbe Heuschrecken ungefähr tausend davon sind auf uns herumgesprungen und weil es dunkel war war das ziemlich unangenehm. Das war ein übles Dilemma, weil es im Schlafsack einerseit unglaublich heiß war aber andererseits war man ausserhalb des Schlafsacks den Monsterheuschrecken ausgeliefert. Vorläufiges Ende der Geschichte war, Aaron packt sein Notebook aus (?!), er, Kyrill und Chrissi setzten sich auf die Road an den Rand (weniger heiß, keine Insekten) und hören sich ein Hörbuch von Ken Follett an. Hat damit geendet dass wir im Halbschlaf am Straßenrand lagen und von vorbeifahrenden Leuten gefragt wurden Ha kol beseder?!
Also richtiges Ende der Geschichte war, alle sind wieder sicher eingepackt im Schlafsack, schwitzen, ignorieren Insekten aller Art und schlafen friedlich und erstaunlicher Weise relativ gut. Am nächsten Tag ging es weiter, aber das ist fast schon eine andere Geschichte.
Letzten Donnerstag, um acht Uhr morgens, sind wir (das sind: Aaron, David, Eduard, Kyrill und meine Wenigkeit) losgefahren, mit dem Eggedbus zur Centralbusstation und von dort an den See Genezareth und von dort mit dem Taxi ins Wadi Yehudia. Für alle, die es nicht wissen, ein Wadi ist ein ausgetrocknetes Flussbett, es gibt ungefähr tausend davon in Israel (plus minus Übertreibung) und die meisten sind Nationalparks, also man kann quasi nicht verlorgen gehen weil Ranger und andere Pfadfinder für Recht und Ordnung sorgen. Trotzdem Natur pur und so.
Also unsere 4-Mann-und-ich-starke Gruppe marschiert los - Chrissi muss sich am Kiosk natürlich erst mal mit Wasser und Kopfbedeckung versorgen, ich meine daran denkt ja auch niemand, wenn man in der Sonne wandern geht - es geht erst mal irrtümlich über einen Maschendrahtzaun in ausdrücklich verboten und abgesperrtes Gebiet - aber schneller als gedacht waren wir wieder auf dem richtigen, mit grünen Pfeilen ausgeschilderten Weg.
Zuerst durch hellbeigegelbe, stachelige, ausgedörrte Landschaft, dann ein Abstieg in den Wadi und dann eine erste Pause an einem kleinen Pool, wunderschön mit Wasserfall und kleinen und großen Fischen und Felsvorsprüngen - hat richtig eingeladen, reinzuspringen. Richtig gesprungen ist aber nur Kyrill muss man fairerweise dazu sagen, alle anderen haben sich
Nach allgemeiner Erheiterung über den Krebs nahm die Reise ihren weiteren Lauf, über Steine, Stöcke, durch Bambuswälder und durch, über und neben dem Fluss entlang - Ende im Gelände war dann an einem Felsvorsprung, an dem es so schätzungsweise tausend Meter in die Tiefe ging (plus minus Übertreibung), ganz klassisch mit Wasserfall und unter uns brodelnder weisser Schaum und der ganze Schnickschnack. Rucksack, einigermaßen wertvolle Sachen alles in einen wasserdichten Sack gepackt und runtergeklettert, sich in den kleinen See fallen lassen und durchgeschwommen ans andere Ufer. Sachen wieder ausgepackt ("Ahh, das ist feucht! Der Sack ist wohl doch nicht ganz dicht..." "Natürlich ist der Sack dicht ich hab ihn nur nicht richtig zugemacht" - mhm klar) kurze Pause um den Ausblick zu geniesen und weiter gewandert. Ungefähr da ist mir heiß geworden, weil wir irgendwann erstens mal bergauf wandern mussten und zweitens mal aus dem Schatten des Wadis wieder in die heiße Israelsonne mussten. Meine Erinnerungen an das letzte Stück sind auch merkwürdig blass ich kann mich nur ganz schwach an einen Wanderstock erinnern, der mit viel Liebe aufgesammelt wurde und unehrenhafterweise wieder irgendwo im Tal verschwunden ist. [...]
Nun denn, wir waren wieder an der Anfangsstation, da wo man Eintrittskarten kauft und woher Chrissi das seltsame orangene Tuch und die Wasserversorgung hat und wo unsere Wertsachen eingesperrt waren. So ungefähr eine Stunde war nichts mehr mit uns anzufangen, jeder sammelte irgendwo am Boden oder auf Bänken ausgebreitet neue Energien, mit denen wir später wieder mehr oder weniger frisch und fröhlich entlang des Highway 87 dem Sonnenuntergang entgegenwanderten.
Als es dunkel wurde, bogen wir ab hinein in die stachelige dunkle Pampa. Es war stachelig und dunkel und es gab gelbe Heuschrecken ungefähr tausend davon sind auf uns herumgesprungen und weil es dunkel war war das ziemlich unangenehm. Das war ein übles Dilemma, weil es im Schlafsack einerseit unglaublich heiß war aber andererseits war man ausserhalb des Schlafsacks den Monsterheuschrecken ausgeliefert. Vorläufiges Ende der Geschichte war, Aaron packt sein Notebook aus (?!), er, Kyrill und Chrissi setzten sich auf die Road an den Rand (weniger heiß, keine Insekten) und hören sich ein Hörbuch von Ken Follett an. Hat damit geendet dass wir im Halbschlaf am Straßenrand lagen und von vorbeifahrenden Leuten gefragt wurden Ha kol beseder?!
Also richtiges Ende der Geschichte war, alle sind wieder sicher eingepackt im Schlafsack, schwitzen, ignorieren Insekten aller Art und schlafen friedlich und erstaunlicher Weise relativ gut. Am nächsten Tag ging es weiter, aber das ist fast schon eine andere Geschichte.
Mittwoch, 1. September 2010
Feierei im Beit Or
Gestern war ein übel lustiger Tag mit den Chaverim :)
Der Chief (ein typischer Israeli: Lässiger Look, Trekkingsandalen - die übrigends der totale Hit sind hier, unglaublich verplant aber mit großem Herz und noch größerer Coolness) hat eine kleine Party geschmissen, alle Eltern der Chaverim eingeladen, tonnenweise Pizza, Kekse, Kuchen, Cola und Fanta gekauft und einen Trommler organisiert.
Erstens hat es mega viel Spass gemacht meine beiden Mädels vor der Feier herauszuputzen - totalanstrengend süß, wie aufgedreht sie waren :) Und zweitens war es mal sehr interressant, die Familien der ganzen Chaverim kennenzulernen (und manche verblüffende/skurrile Ähnlichkeiten festzustellen?)
Auf jeden Fall waren alle Chaverim überglücklich - denn eins verbindet sie trotz ihrer Verschiedenheit eignetlich alle: die unglaubliche Freude am Essen und (bis auf wenige Ausnahmen), die Freude am Krach machen, was dank dem Trommler auch - ähm - gewisse größere Ausmaße erlangte, sowohl gesanglich als auch im auf-die-Trommeln-dreschen.
Es wurde gesungen, gelacht, gegessen, getanzt, bis in die späten Abendstunden - es war ein riesengroßer Spass.
Falls ich das noch nicht erwähnt habe: Ich LIEBE meinen Job :)
Der Chief (ein typischer Israeli: Lässiger Look, Trekkingsandalen - die übrigends der totale Hit sind hier, unglaublich verplant aber mit großem Herz und noch größerer Coolness) hat eine kleine Party geschmissen, alle Eltern der Chaverim eingeladen, tonnenweise Pizza, Kekse, Kuchen, Cola und Fanta gekauft und einen Trommler organisiert.
Erstens hat es mega viel Spass gemacht meine beiden Mädels vor der Feier herauszuputzen - total
Auf jeden Fall waren alle Chaverim überglücklich - denn eins verbindet sie trotz ihrer Verschiedenheit eignetlich alle: die unglaubliche Freude am Essen und (bis auf wenige Ausnahmen), die Freude am Krach machen, was dank dem Trommler auch - ähm - gewisse größere Ausmaße erlangte, sowohl gesanglich als auch im auf-die-Trommeln-dreschen.
Es wurde gesungen, gelacht, gegessen, getanzt, bis in die späten Abendstunden - es war ein riesengroßer Spass.
Falls ich das noch nicht erwähnt habe: Ich LIEBE meinen Job :)
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